Ehrenplatz

ZARGUS.DE

"Mitten im irrsinnigen Berlin anfang der dreißiger Jahre läßt hier der Dichter Erich Kästner einen Menschen herumlaufen, einen weder sehr starken noch sehr geschickten, aber eben einen Menschen: einen, der noch nicht irrsinnig ist, einen, der Herz wie Verstand hat: "Das Zeitgemäße konnte nicht zeitloser gesagt werden als hier... es ist durch den Filter der Kunst gegangen und voll Anmut geworden."

"Man riss das Pflaster am Rosenthaler Platz auf. Er ging zwischen den anderen auf Holzbohlen. Man mischt sich unter die anderen. Da vergeht alles. Da merkste nichts, Kerl. Schreck fuhr in ihn, als er die Rosenthaler Straße hinunterging. In einer kleinen Kneipe ein Mann und eine Frau dicht am Fenster, sie gossen sich Bier aus Seideln in den Hals. Oh, krampfte sich sein Leib zusammen, ich kriege es nicht weg. Wo soll ich denn hin? Es antwortete: Die Strafe. Na, so in der Art … ."